Muskel-Manufaktur-Wuppertal
Personal Training, Coaching, Ernährungsberatung

Mythen rund um Fitness und Kraftsport

Mythen rund um Fitness und Kraftsport

 

1) Mythos Nummer 1: Training mit Gewichten macht aus Frauen Muskelpakete

"Ich will doch nicht aussehen wie Arnold Schwarzenegger!" Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon von Frauen gehört habe... Beweis genug, dass dies wohl einer der hartnäckigsten Mythen überhaupt ist. Dieser Irrglaube hat sich so tief in das angeblich kollektive Wissen eingebrannt, dass er maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Frauen leider die Hände vom Gewichtstraining lassen. Panik vor zu dicken Armen, zu muskulösen Oberschenkeln führt dazu, dass effektives Krafttraining lieber ausgelassen wird. Doch diese Angst ist wirklich unbegründet! Denn weibliche Trainierende können genetisch bedingt nur begrenzt Muskeln aufbauen und ohne chemische Hilfe mutieren sie niemals zu Muskelbergen. Ihnen fehlt einfach dazu das nötige Testosteron.

 

2) Mythos Nummer 2: Krafttraining lässt Frauen insgesamt massiger werden

Viele weibliche Trainierenden glauben, dass viele Körperregionen durch Muskelaufbautraining unkontrolliert wachsen und an Masse gewinnen. Das Gegenteil ist der Fall: Im Gegensatz zur Fettverbrennung findet Muskelaufbau nur lokal statt. Das heißt: Nur der Muskel wächst, der im Training auch ausreichend gereizt wurde.

 

3) Mythos Nummer 3: Die gezielte lokale Fettverbrennung

Der Klassiker der Fitness-Mythen: Unzählige Männer und Frauen quälen sich selbst mit Tausenden Situps in der Hoffnung und im Glauben, dass sie damit gezielt die kleinen Fettpölsterchen am Bauch vertreiben können. Doch diese Hoffnung wird sich zumindest dadurch niemals erfüllen. Denn es ist ganz einfach physiologisch nicht möglich, eine Fettverbrennung an einzelnen Körperpartien durch spezielle Übungen in Gang zu setzen. Nur die Reduzierung des gesamten Körperfettanteils führt zum Verlust von Pölsterchen am Bauch. Ein Kaloriendefizit muss her - ob durch Umstellung der Ernährung oder erhöhten Verbrauch durch Training - am Besten durch eine Kombination.

 

4) Mythos Nummer 4: Cardiotraining formt Bauch, Beine und Po

Hier handelt es sich um eine klassische Halbwahrheit: Laufband, Crosstrainer oder Stepper - Cardiotraining sorgt hier zwar für eine Fettverbrennung - die weiblichen Problemzonen werden aber nicht zwangsläufig schöner dadurch. Denn weniger Fett heißt nicht, dass das Gewebe straffer wird. Um Gewebe langfristig zu straffen, ist Muskel- bzw. Krafttraining unabdingbar und nicht zu umgehen. Denn Wird ein Muskel ausreichend stimuliert, vergrößert sich das Muskelvolumen durch Hypertrophie (Muskelwachstum) und das darüber liegende Gewebe wird gestrafft. Dieser ausreichende Stimulus ist durch Cardiotraining auf dem Rad, Stepper oder Crosstrainer nicht gegeben. Die Cardio-Geräte verbrennen also lediglich Fett (und das auch erst ab einer gewissen Frequenz und Intensität), formen aber noch lange keinen knackigen Po! Dafür sind Kniebeugen, Ausfallschritte oder Kreuzheben nötig.

 

5) Mythos Nummer 5: Keine Mahlzeit nach 18 Uhr

Dieser Irrglaube widerspricht nicht nur den physiologischen Gegebenheiten unserer Körper, sondern missachtet auch wichtige biochemische Prozesse, die für den Fettabbau verantwortlich sind und diesen aktiv mitbestimmen. Denn nicht der zeitliche Bezug einer Nahrungsaufnahme für den Fettabbau spielt eine Rolle, sondern lediglich ihr Umfang. Und dieser in Bezug auf die  Energiebilanz. Denn wenn diese bis 18 Uhr im negativen Bereich liegt - also jemand tagsüber kaum gegessen hat - kann jeder Mensch auch am Abend noch normal essen, ohne befürchten zu müssen, Fett einzulagern. Wenn die Energiebilanz bis 18 Uhr allerdings schon gedeckt ist, würde die zusätzliche Mahlzeit die Bilanz ins Positive drücken und damit die Gefahr einer Fettspeicherung erhöhen. Grundsätzlich gilt: Um Fett abzubauen muss ein Energie/Kaloriendefizit erreicht werden. Die Uhrzeiten für die Nahrungsaufnahme spielen dafür keine Rolle. Übrigens: Wer ein Kilogramm reines Fettgewebe abbauen möchte, muss ca. 7000 Kalorien einsparen - das heißt ca. 230 Kalorien pro Tag weniger bedeuten am Ende des Monats ein Kilogramm reines Fett weniger.